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Versbuch

Dichter und erster Anhörer

Joachim Ringelnatz · 18831934

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1928

Sie trugen zwei SardellenZu Grabe. – – „Wer?“Die Wellen,Sie trugen sie vor sich her.

„Wieso zu Grabe? Wohin denn?“Zu Grabe, zur ewigen Ruh!„Wohin?“ – – Nun je nach den Winden,Vielleicht nach Afrika zu.

Sie murmelten Weisen der TrauerWegweit, tagaus und tagein.„Da werden sie auf die DauerWohl heiser geworden sein.“

Schwarz winkte am fernen GestadeEin Grab – – – „Und der Abend sinkt,Und deine Sardellenballade,(Ganz offen gesprochen) die stinkt.“

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Allerdings, S. 97, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1928
Digitalisat
de.wikisource.org — „Dichter und erster Anhörer“, Fassung 3.026.820 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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